Brigitte Stahl

Das Werk von Brigitte Stahl umfasst skulpturale Objekte, Papierarbeiten und Installationen. In ihren Skulpturen setzt Brigitte Stahl alltägliche, oftmals gefundene, und über lange Zeiträume gesammelte, „powere“ Materialien, wie z. B. Holzteile, Metallstücke, Glassplitter, Pappe, Stoff, Gips oder Kunststoffe ein. Durch den Prozess des Auswählens, des Zerlegens und neu Zusammenfügens, Rekonstruktion und Komposition, werden neue, unerwartete Formen geschaffen und Bedeutungsebenen erschlossen. Kleine Eingriffe, Schnitte, das Aufklappen und Falten sowie die Kombination heterogener Teile lassen rätselhafte Objekte voller Sprödigkeit und Poesie entstehen.

Für ihre feinen Papierarbeien verwendet die Künstlerin Fotos aus Magazinen sowie Verpackungspapiere, die sie ausschneidet, faltet, knittert, collagiert oder bemalt. Ihr fragmentarischer Charakter ermöglicht es den sehr unterschiedlichen Arbeiten, in Ausstellungen untereinander und mit dem Raum zu interagieren. Als Betrachter sieht man sich gefordert, die komponierten Gegenstände und Materialien zu entschlüsseln, aus ihrem ursprünglichen Bedeutungszusammenhang herauszulösen, um sie als neues künstlerisches Phänomen zu begreifen.

Brigitte Stahl (*1964) hat an der Kunstakademie in Karlsruhe studiert. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart. Ihre Arbeit wurde in den letzten Jahren international ausgestellt.

Thomas Bickelhaupt im Salon

Szenen des Alltags sind für den Künstler Thomas Buckelhaupt bildbestimmend. Manchmal ist es eine ganz alltägliche Situation, manchmal ein merkwürdiger Moment und manchmal eine intensive Beobachtung, die bei den Zeichenfolgen Eingang in seine Bildwelt finden. In den letzten Monaten hat er sich aufgemacht, Ludwigsburg zeichnerisch zu erkunden. Entstanden sind Arbeiten, welche das Widersprüchliche, das Merkwürdige und das Fragwürdige der Stadt künstlerisch aufzeigen. Die Erlebnisse während des Zeichnens vor Ort sind zudem textlich dokumentiert.