The Dissolution of Time and Space
Irish Video Art
Laura Buckley, Bea McMahon, Naimh O´Malley, Walker&Walker, Grace Weir
04.09. - 09.10.2011
Die Videokünstler treten als aktive Künstler mit neuen Themen und
großen Interessen an Interaktionen in Erscheinung. Der Kunstverein präsentiert verschiedene VideokünstlerInnen mit unterschiedlichen künstlerischen Standpunkten zur Thematik der Visualisierung von Zeit und Raum.
Die Ausstellung hinterfragt die Strukturierung und Komposition von Zeit sowie die Wahrnehmung von Zeit aufseiten der Rezipienten.
Laura Buckley setzt beispielsweise kinetische Installationen mit Videoprojektionen kommunizierend in Beziehung, um die Relation von Kunst zur Illusion, resp. von Wahrheit und Wahrnehmung zu untersuchen. Ihre Arbeiten reagieren durch ihren performativen Charakter innerhalb der Installation raumbezogen und raumreflektierend.
Prozesshaft arbeitet auch die im County Leitrim wohnende Videokünstlerin Grace Weir. Weirs künstlerisches Interesse liegt vorrangig in der wissenschaftlichen Erforschung von Zeit, Raum und Licht mit Hilfe von Filmszenen und Videos. Grace Weir setzt sich in ihren Arbeiten intensiv mit der Theorie von Zeit von Albert Einstein auseinander.
Niamh O´Malleys Videos beziehen sich u.a. sehr stark auf den Illusionismus innerhalb der Landschaftsgemälde von Caspar David Friedrich. Sie untersuchen die Wahrnehmung von Illusionismus in der Kunst in Konfrontation mit der Realität.
Bea McMahon fokussiert dagegen in ihren Videoinstallationen gezielt auf die Verwirrung der akustischen und optischen Wahrnehmung der Besucher, indem sie entsprechend dem rechten und linken Auge eine rechte und linke Videoprojektion zu einem Video zusammenfügt. Die Verwirrung für den Betrachter liegt in der Diskrepanz der gezeigten und zu hörenden Inhalte.
Die Künstlergruppe Walker&Walker beschäftigen sich in ihren Videos über Landschaften und Naturbegegnungen mit der Erfahrung der gemessenen und gelebten Zeit. Sie beziehen sich hierbei auf das Erfahrungsgut, dass eine zunehmende Beschleunigung aller Beteiligten und Bewegungen ebenfalls zum Stillstand führt.
Dr. Andrea Wolter-Abele