Cover Art – eine aussterbende Gattung

Das Platten-Cover in der uns bekannten Form hat der Grafiker Alex Steinweiss 1940 als Art Director für Columbia Records erfunden – und eine neue grafische Kunstform erschaffen, indem er die schlichte braune Standardverpackung durch eine ins Auge springende Illustration ersetzt. Binnen weniger Monate stieg der Plattenumsatz um über 800%.
Die Gestaltung der Schallplattencover nahm daraufhin etwa von 1950 bis 1980 eine immer größere Bedeutung für das Marketing und Vertrieb der Musikalben ein. Als Marketinginstrument und Mittel des künstlerischen Ausdrucks wurden insbesondere doppelt gefaltete Schallplattenhüllen zu eigenständigen Kunstwerken und Sammlerobjekten.
Außergewöhnliche künstlerische Covergestaltungen hatten einen großen Wiedererkennungswert und sorgten für einen lang anhaltenden Bekanntheitsgrad der Alben, wie beispielsweise die LPs „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band“ von den Beatles (1967), die von Storm Thorgerson unverwechselbar gestaltete „The Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd (1973) oder das von Andy Warhol kreierte Cover des Debütalbums von Velvet Underground (1967).

Einhergehend mit der triumphalen Wiederauferstehung des Vinyls, erlebt auch das Albumcover-Design heute eine Renaissance.
Der Kunstverein präsentiert Originalzeichnungen, Skizzen, Grafiken von Künstlern wie Andy Warhols Faksimiles zur Rolling Stones LP Sticky Fingers, Daniel Richters Originale für die Cover der Band “Angeschissen”, Wes Benscoters Werke zu Covers verschiedener Death Metal Bands, Mati Klarweins Werke zu den Covers von Miles Davis und Santana ua. Die Künstler gaben und geben der jeweiligen Musikkultur ihr Gesicht und erinnern daran, dass jeder grafische Trend seine Zeit und seine Musik spiegelt.

Dr. Andrea Wolter-Abele

Sergei Moser im Salon

Der gebürtige Moldawier Sergei Moser nutzt das Medium Druck für seine Arbeit, vorzugsweise Linolschnitt, Holzschnitt und Schablonendruck.

Der Künstler wird im Salon eine Jahresserie von 365 Drucken präsentieren.

Das Motiv ist eine fortlaufend sich verwandelnde Form in einer Endlosschleife. Die einzelnen Zwischenschritte wurden gedruckt, gescannt und zuletzt zu einer Loop-Animation digital verarbeitet.

Sergei Mosers künstlerische Formensprache erschafft eigene Welten, die aus einer Kombination von maschinell und organisch anmutenden Formen zu bestehen scheinen. Seine surrealen Motive entstehen sowohl auf Leinwänden als auch auf Papier und werden oft zu kleinen Serien oder großen Bildern vereint oder ergänzt.