Anna Fasshauer
Anna Fasshauer stellt ihre Werke ohne industrielle Unterstützung her. Firmen mit der Produktion von Kunst zu beauftragen, käme Fasshauer nicht in den Sinn. Denn dann würden Intention und Bezug zu ihren Kunstwerken aufgehoben. Die für sie relevante Identifikation mit ihren Skulpturen wäre unmöglich, mithin Motivation und Empathie hin.
Sie beschäftigt sich mit Materialien wie Edelstahl, Aluminium, Trockenbauprofil und Blech
Zweimal wurde Anna Fasshauer eingeladen, in Paris – im Jardin des Tuileries und vor dem Grand Palais auszustellen – anlässlich Foire Internationale d’Art Contemporain – Hors les Murs. Im vorigen Jahr (2022) waren auf der schwedischen Insel Tjörn ihre grossformatigen neuen Arbeiten – zum Teil erstmalig – zu sehen.
In dem 8 Hektar umfassenden Skulpturenpark Skulptur i Pilane in Klövedal gastieren in dem Sommer neben Anna Fasshauer auch Kent Karlsson. Hans Gothlin, Lena Flodman. Ian Newbery. Berth Johansson und Ingela Palmertz.
Nun überrascht Anna Fasshauer die Kunstgemeinde mit ganz anderen Skulpturen, die im Gegensatz zu ihren etwa in Paris präsentierten allein von der Grösse her wie Miniaturen wirken. Die jetzt in Berlin zu sehenden neuer Arbeiten aus Blech (und nicht aus Aluminium) sind so zart und poetisch. Es sind Blumen. Sie verführen.
Burkhard Maus über Anna Fasshauer (22. April 2023)
Eman Elbana
Diese Ausstellung ist Teil eines laufenden Forschungsprojekts, das sich mit den Veränderungen von Städten und
Stadtlandschaften befasst, ein Thema, das bereits in drei Ausstellungen behandelt wurde. Hier verlagert sich der Fokus auf eine zutiefst
persönliche Perspektive – die Dokumentation fragmentierter Erinnerungen und die Aufdeckung einer unerklärlichen
Verbindung zur ägyptischen Baumwollindustrie. Diese Verbindung veranlasste eine Untersuchung gesammelter
Erinnerungen, die zusammengesetzt wurden, um die rätselhafte Beziehung zwischen persönlicher Erfahrung und
übergeordneten historischen Narrativen aufzudecken.
Die Baumwollindustrie, einst ein Symbol für den Stolz und Wohlstand Ägyptens, prägte sowohl die individuelle als auch die
kollektive Identität. Ihr Niedergang in den letzten zwei Jahrzehnten hat Spuren der Veränderung hinterlassen –
Erinnerungen, Ruinen und sich wandelnde Stadtlandschaften. In dieser Untersuchung wird Erinnerung als eine
organische Einheit konzeptualisiert, ähnlich einem lebenden Körper, der sich regeneriert, wächst und anpasst. Es sammelt Ereignisse aus seiner
Umgebung, entwickelt sich durch Anhäufung weiter und lässt gleichzeitig Teile von sich selbst verfallen
und recyceln.
Diese Ausstellung betrachtet Erinnerung als eine lebendige Kraft, die die zyklischen Prozesse des städtischen Verfalls, der
Erneuerung und der Regeneration widerspiegelt. Sie untersucht die Schnittstelle zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver ägyptischer
Geschichte und beleuchtet die sich wandelnden Identitäten von Menschen, Räumen und Industrien.
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